Wann kommt das nächste Unwetter?

Sturm oder Orkan, Gewitter, Starkregen, Hagel oder Glätte - es gibt viele verschiedene Wettergefahren. Nachdem die Wetter-Extreme in den letzten Jahren immer mehr zunehmen, wird die rechtzeitige Warnung vor den Ereignissen zum Beispiel für die Feuerwehren immer wichtiger. Denn viele diese Wetterlagen bedeuten für die Einsatzkräfte: Alarm mit Ankündigung. Aber auch für den "normalen" Bürger ist es gut zu wissen, wann ein Unwetter aufzieht, um entsprechende Vorkehrungen zu treffen oder zu planen.

Warnberichte im Internet

Derzeit gibt es mindestens zwei Internet-Seiten, die ihre Warnberichte aktuell veröffentlichen und die zumindest teilweise frei zugänglich sind:

Deutscher Wetterdienst (DWD)


Webseite DWD. www.dwd.de


Der Deutsche Wetterdienst warnt im Rahmen seiner gesetzlichen Aufgaben vor allen Wettergefahren, von Nachtfrost bis Orkan. Dabei werden auch Vorwarnungen ausgegeben, wenn das Auftreten einer Wettergefahr noch nicht sicher ist. Die Warnungen sind regional in Landkreise aufgesplittert und geben den genauen Zeitrahmen der möglichen Gefahr an. Empfehlenswert ist die Abfrage der "Wochenvorhersage". Das Angebot ist kostenfrei.

Unwetterzentrale


Der private Wetterdienst Meteomedia des Meteorologen Jörg Kachelmann bietet seine Warndienste auf www.unwetter.de nur eingeschränkt kostenfrei an. Im Gratis-Bereich sind die einzelnen (Vor-) Warnstufen landkreisbezogen durch Einfärbungen zu sehen. Erst wenn ein Unwetter auftritt oder unmittelbar bevorsteht, erfolgt die Einstufung in Unwetter-Klassen. Besucher können selbst Unwetter melden. Nach einer Prüfung werden diese zeitnah veröffentlicht.

Verhalten bei Unwetter

Wenn das Wetter verrückt spielt kann sich die Feuerwehr auf unruhige Stunden gefasst machen. Denn wenn Sturm, Gewitter oder Starkregen aufkommen, sind meist eine Vielzahl von unwetterbedingten Einsätzen nicht weit. Durch den Klimawandel nimmt die Bedrohung von Wetterextremen zu .Auch in unserer Region treten  Unwetter mittlerweile mit erschreckender Regelmäßigkeit auf. Doch nicht nur die Feuerwehr muss mit den Einsätzen fertig werden, auch die Bürger sollten entsprechend vernünftig bei einer extremen Wetterlage agieren.

Wann Sie die Feuerwehr rufen können

Keller unter Wasser.
Bei einem schweren Unwetter gehen schlagartig eine Vielzahl an Notrufen in der Feuerwehrleitstelle ein. Die Einsatzkräfte vor Ort stellen dann aber oft fest: Fehlalarm, kein Eingreifen der Feuerwehr erforderlich. Viele der Alarme sind vermeidbar, Fahrzeuge und Personal unnötig gebunden, die ohnehin überlastete Leitstelle hätte nicht belegt werden müssen. Überlegen Sie bitte deshalb unbedingt vor dem Wählen des Notrufes: Ist die Anforderung der Feuerwehr wirklich notwendig?



Sturmschäden beseitigen.


Das Auspumpen eines Kellers macht erst bei einer Wassertiefe von zehn Zentimetern Sinn, da unsere Pumpen bei niedrigeren Wasserstände zu viel Luft ansaugen. Sollte eines Tages der Wasserstand in Ihrem Keller unter dieser Grenze liegen, müssten Sie leider selbst zu Eimer und Lumpen greifen. Prüfen Sie, ob eventuell Abflüsse verstopft sind, durch die das Wasser einfach abfließen kann. Bei erheblichen Mengen Wasser stellen Sie bitte den Strom in den betroffenen Räumen ab. Bitte beachten Sie, dass das Auspumpen eines Kellers durch die Feuerwehr zu den gebührenpflichtigen Einsätzen gehört.


Im Fall von abgerissen Ästen gilt: Können Sie den Ast vielleicht selbst gefahrlos von der Straße ziehen? Der Einsatz der Feuerwehr ist nur dann erforderlich, wenn erheblicher Kraft- oder Maschinenaufwand (Motorsägen, Drehleiter, etc.) zur Beseitigung des Hindernisses notwendig ist. Reinigungsarbeiten von kleinem Geäst sind nicht Aufgabe der Feuerwehr. Bitte sichern Sie eventuelle Gefahrenstellen bis zum Eintreffen von Einsatzkräften ab (Warndreieck, Warnblinker).


Umgestürzte Bäume werden von der Feuerw
ehr nur dann entfernt, wenn eine unmittelbare Gefährdung für Verkehr, Sachwerte oder Personen besteht. Zum Beispiel, wenn die Bäume auf Straßen oder Häuser gekippt sind, oder zu kippen drohen. Die Feuerwehr greift nicht ein, wenn Bäume auf Privatgrundstücken umgestürzt sind - es sei denn es liegt eine Gefährdungslage vor. Ansonsten ist das ein Fall für den Gärtner - und hat sicherlich auch etwas Zeit... Bitte beachten Sie: auch die Einsätze zur Beseitigung von Sturmschäden sind gebührenpflichtig .

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